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27/10/2017: Projekt "Stolpersteine"

Am 30. Oktober wird am Eingang der Pestalozzi-Schule der erste „Stolperstein“ außerhalb Europas verlegt und die Ausstellung “Ein Name. Ein Schicksal. Ein Mensch” eröffnet.

Mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Buenos Aires und des Untersekretariats für Menschenrechte und kulturellen Pluralismus der Stadt Buenos Aires wird am Montag, den 30. Oktober um 18.30 Uhr die feierliche Verlegung eines “Stolpersteins” am Eingang der Pestalozzi-Schule stattfinden sowie die Ausstellung zu diesem Thema unter dem Titel “Ein Name. Ein Schicksal. Ein Mensch” eröffnet werden.

Stolpersteine” ist der Name des 1995 ins Leben gerufenen Projekts des Künstlers Gunter Demnig. Dabei geht es um kleine Gedenktafeln auf Bodenhöhe, deren Ziel es ist, dass die Passanten innehalten, sich symbolisch verbeugen, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen und darüber reflektieren. Das Projekt wurde zum größten dezentralisierten europäischen Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus sowohl an aus rassischen Gründen verfolgte Juden, die in Konzentrationslagern gefangen, in Vernichtungslager verschleppt und dort umgebracht wurden, aber auch an überlebende Vertriebene und Emigranten, an umgekommene politische und religiöse Gegner und Homosexuelle, an Euthanasieopfer, an Deserteure, an Sinti und Roma und an Menschen, die in den Selbstmord getrieben wurden. Inzwischen hat der Künstler bereits mehr als 61.000 “Stolpersteine“ in Europa verlegt.

Die Pestalozzi-Schule nahm sehr viele Menschen auf, die aus ihrem Ursprungsland vertrieben worden waren. Sie gab ihnen einen Ort der Geborgenheit, betreute sie und bereitete sie für die Anpassung an ein neues Land und eine neue Umgebung vor.

Die Leitideen ihrer Gründungszeit sind weiterhin lebendig:

  • Erziehung zur Freiheit mit sozialer Verantwortung
  • Begegnung der Kulturen
  • Achtung der Würde aller Menschen
  • Nicht-Diskriminierung
  • Erziehung zum Frieden

Zur Verlegung dieses ersten “Stolpersteins” außerhalb Europas und zur Eröffnung der Ausstellung “Ein Name. Ein Schicksal. Ein Mensch”, wird Frau Anna Warda, Mitarbeiterin und Vorstandsmitglied der „Stiftung – SPUREN – Gunter Demnig” den Künstler vertreten. Im Rahmen der „Semana de Arte y Cultura Pestalozzi” wird Frau Warda am 1. November um 19.00 Uhr in der Pestalozzi-Schule einen Vortrag unter dem Titel „Stolpersteine als europäisches Denkmal” halten.

Im Laufe der nächsten Woche werden auch folgende Besuche der Ausstellung „Ein Name. Ein Schicksal. Ein Mensch“ angeboten:

  • Montag 30. Oktober, 18.00 Uhr (vor der Stolperstein-Verlegung) – mit Begleitung von Schülern der 10. Klasse
  • Mittwoch, 1. November, 18.30 Uhr – Ausstellungsführung von Martina Granados Beacon
  • Donnerstag, 2. November, 18.30 Uhr – Ausstellungsführung von Austauschschülern, organisiert von den deutschen Praktikanten Sarina Schneider und Stanislava Tsokeva
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