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PÄDAGOGISCHES PROJEKT

Recycling-Projekt

 

Wertstoffe statt Abfall

Nachdem die Pestalozzi-Schule seit vielen Jahren bereits Unterrichtsprojekte zum Umweltschutz durchgeführt hatte, schloss sie sich 2009 einem Mülltrennprojekt von Studenten der Fachhochschule Augsburg in Zusammenarbeit mit Studenten ihrer Partneruniversität, der Universität Buenos Aires (UBA), an. Die Unternehmung wurde „Usá la basura“ („Benutz den Müll!“) genannt und eröffnete konkrete Recyclingmöglichkeiten.

 

2009:

Die Initiative wurde mit Hilfe der deutschen und argentinischen Studenten und der Auslandslehrkräfte für Biologie und Technologie als Pilotprojekt in der 10. Jahrgangsstufe  eingeführt. Die beteiligten Studenten und Lehrkräfte bemühten sich

  • um die Schaffung eines Umweltbewusstseins bei den Schülern: Dabei ging es um Müllarten, Müllentsorgung, Müllvermeidung und Wiederverwertung,
  • um die Einrichtung eines Mülltrennsystems im Schulgebäude mit unterschiedlichen Behältern für unterschiedliche Stoffe,
  • um die Motivation der Schüler zum kreativen Mitmachen durch Werbung, Informationskampagnen, Umfragen, Kontaktaufnahme mit Entsorgungsfirmen bis zum Wissens- und Erfahrungsaustausch mit den anderen beteiligten staatlichen argentinischen Schulen und den deutschen und argentinischen Studenten.

 

2010:

Das Projekt wurde von der darauffolgenden Jahrgangsstufe 10 der Pestalozzi-Schule weitergeführt. Dabei wurden auch die Eltern und Lehrkräfte durch entsprechende Publikationen einbezogen. Es konnten Papier, Kartons, Plastikflaschen und –behälter, und Styropor systematisch recycelt werden.

Andere deutsche Schulen vor Ort begannen, sich für das Projekt zu interessieren. Die Initiatorin, Verena Böhme, gründete eine Stiftung „manos verdes – por una mayor conciencia ambiental“ („Grüne Hände – für ein größeres Umweltbewusstsein“).

 

2011:

Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Schulen in Argentinien (AGDS) machte im April alle Mitgliedsschulen mit dem nun klar definierten Projekt bekannt, das die Schulung der Beteiligten und die Einführung eines Trennsystems vorsieht.

In der Pestalozzi-Schule wurde das Projekt 2011 schon in der 8. Klasse in den Unterricht integriert und die Primarstufe wurde in das gesamte Projekt einbezogen.

Im Kunstunterricht und im Technologieunterricht fertigen die Schüler Objekte und Kunstwerke aus allen möglichen Müllsorten, die im Schulgebäude ausgestellt werden.

Die Plastikbecher im Lehrerzimmer sind durch Gläser ersetzt.

Eine zweisprachige Müllfibel für die Schulgemeinde ist in Arbeit.


Der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist in der Mission/Vision der Schule als Lehr- und Bildungsziel verankert. Die Nachhaltigkeit ist durch die Aufnahme in den Lehrplan der Schule gegeben. Die Pestalozzi-Schule war Vorreiter der anderen deutschen Auslandsschulen.

 

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